Zirkus, Gespräche und mehr – ein Wochenende für Familien mit einem psychisch belasteten Elternteil

Zusammen sein, Spaß haben, Unterstützung und Zugehörigkeit erfahren, Sprachlosigkeit überwinden,

verstanden werden, in Bewegung kommen, Kraft und neue Hoffnung schöpfen!

In 2019 war "Manege frei" ein erfolgreiches Projekt und das gibt uns die Motivation in absehbarer Zeit wieder ein Wochenende zu organisieren. Danke für eure Begeisterung !


Die Idee

Systemisch betrachtet betreffen psychische Krisen nicht nur den erkrankten Elternteil. Sorgen, Ängste, Fragen, Unsicherheit, Scham- und Schuldgefühle können jedes Familienmitglied belasten, egal ob groß oder klein.

 

„Manege frei!“ ist ein präventives Selbsthilfeprojekt: Ein Wochenende lang wollen wir der eigenen Familie, anderen Familien und Gleichaltrigen neu begegnen.

 

Gemeinsam nehmen wir uns Zeit:

für Austausch, Ruhe und Bewegung, für Freude, Wut und Trauer, zum Feiern und zum Bedauern, und um gemeinsam zu wachsen. Wir erleben, dass es ganz normal ist, verschieden zu sein: Worte können gefunden werden, wo sonst oft unsicheres Schweigen herrscht.


Der Ansatz

Wir alle bringen unterschiedliche Erfahrungen mit. Ob Profis, Angehörige oder Betroffene: Wir begegnen einander auf Augenhöhe, mit Offenheit und Wertschätzung.

 

Die einzelnen Familienmitglieder gehen mit ihren Kräften und Grenzen kompetent und achtsam um. Sie entscheiden frei und selbstbestimmt, welche der Angebote der eigenen Entwicklung und den eigenen Bedürfnissen entsprechen.

Durch attraktive Workshops und Angebote von hoher fachlicher Qualität hoffen wir auf eine rege Teilnahme. 

 

Jenseits von Richtig und Falsch erspüren wir, welche Bedürfnisse die großen und kleinen Familienmitglieder haben. Unser Team ist mit den Stärken und Ressourcen jedes Einzelnen und der ganzen Familie verbunden. Gemeinsam suchen wir nach Möglichkeiten, die Kinder und Eltern zu entlasten und ihre psychische Widerstandsfähigkeit (Resilienz) zu fördern.

 

Wir wünschen uns, dass sich dieses Projekt lebendig und offen entwickelt. Alle TeilnehmerInnen und Teammitglieder bringen sich ein: mit ihren Bedürfnissen und Anregungen, ihrem Wissen, ihren Erfahrungen und Ideen.


Für Wen?

Eingeladen sind Familien mit einem psychisch erkrankten Elternteil.


Was?

Workshops für Kinder

Zirkuspädagogik und Clownerie

„Neben den klassischen Zirkusdisziplinen wie Akrobatik, Jonglage und Clownerie bedeutet Zirkus machen für mich: In andere Rollen schlüpfen, improvisieren, tanzen, eigene Ideen ausprobieren, singen, rote Nasen aufsetzen, neue Welten erschaffen, Räder schlagen, gemeinsam Spaß haben und vieles mehr. (…) Ohne Leistungsdruck können sich die TeilnehmerInnen ausprobieren, ihrer Kreativität und Phantasie freien Lauf lassen und ihre Begabungen entdecken und erweitern. (…) In einem spielerischen Rahmen wird das Selbstbewusstsein gefördert.“

Stefanie Rohrer, Zirkuspädagogin

 

Workshops für Erwachsene

Wir begegnen einander mit Offenheit, Respekt und dem Fokus auf Ressourcen. Thema kann alles sein, was die Familien beschäftigt, gern auch Fragen zur Resilienz (Was hilft, um mich und mein Kind psychisch robust zu machen?)

Systemische Aufstellungen geben uns die Möglichkeit, die Bedürfnisse der einzelnen Familienmitglieder zu verstehen und so wertvolle Veränderungen auf den Weg zu bringen. Ergänzend können Familiengespräche helfen, die Tabuisierung psychischer Erkrankungen und die damit verbundene Sprachlosigkeit zu überwinden.

 

Und für die Jugendlichen?

Ihr seid herzlich eingeladen, an den Workshops für Kinder und/oder für Erwachsene teilzunehmen. Denkbar ist auch ein eigenes Programm für euch. Wir überlegen vorher zusammen mit euch, wie wir das Wochenende gestalten können, damit es für alle hilfreich und wertvoll wird.

 

Ergänzende Angebote

Spielerische und kreative Aktivitäten für Eltern und Kinder stärken die Verbundenheit und bereiten Freude, Leichtigkeit und Ausgelassenheit.

Außerdem wird es thematische Impulse speziell für Kinder geben, die Spaß machen und entlasten.




Förderung und Kosten

Die AOK fördert dieses präventive Selbsthilfeprojekt. Die Familien tragen nur die Verpflegungskosten.


Wann und wo?

Anreise: Fr., 08. März 2019, 16 Uhr

Abreise: So., 10. März 2019, 17 Uhr

 

Wir wohnen, tagen und speisen im

Seminar- und Bewegungshaus Marienfried

Bellensteinstr. 25

77704 Oberkirch

www.schoenstatt-oberkirch.de

 

Das Haus liegt wunderschön in den Reben über Oberkirch und bietet ideale Bedingungen für unser Projekt.


Das Team

Manege frei für Alltagsakrobaten bedeutet für mich ...

„...ungeschminkt Ideen

für ein Leben in Balance zu sammeln.“

Tina Broscheit

Projektkoordination

 

„... wertvolle Zeit

mit wertvollen Menschen verbringen!“

Iris Wendling

Projektkoordination

 

„...eine spannende Idee,

die ich gerne mit Leben und Erfahrungen fülle.“ 

Stefanie Rohrer

Zirkuspädagogin und Sozialarbeiterin

 

„...die Teilnahme

an einem außergewöhnlich tollen Projekt für die ganze Familie und die Möglichkeit, die wahren Alltagsakrobaten begleiten und unterstützen zu dürfen.“

Stefanie Harlacher

Sozialpädagogin, Systemische Familientherapeutin, Suchttherapeutin und Kunsttherapeutin

  

 „...eine tolle Chance

endlich einmal die Ressourcen der Eltern und der gesamten Familie in`s Rampenlicht zu holen!“

Sarah Kistner

Diplom-Psychologin, Systemische Therapeutin

 

„... kreativen Akrobaten

zu begegnen, die bewundernswert sind.“

Gis Valenta

Psychodramatherapeutin

 

„... eine (sorgen-)freie Zeit und ganz viel Spaß!“

L.

Schülerin, 12 Jahre

 

„... zu spüren:

Mit meiner Krankheit bin ich nicht allein! und gleichzeitig zu wissen: Ich bin so viel mehr als diese Krankheit!“

Maryse Ernst

Sozialpädagogin, Projektkoordination

 

„... Freiheit!“

Stefan Klehenz
Clown, Schauspieler


Programm

Download
Manege frei Programm.pdf
Adobe Acrobat Dokument 1.2 MB

Neugierig?

Gerne nehmen wir mit Ihnen Kontakt auf und besprechen alles weitere persönlich. 

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.


Herzlichen Dank

an die AOK für die intensive Begleitung und großzügige Förderung.